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30.06.11

SMART SPP Handbuch und LCC CO2 Rechner veröffentlicht

Die InitiatorInnen von SMART SPP - innovation through sustainable procurement haben am 29.6.2011 in Brüssel die Ergebnisse des EU weiten Projektes der Fachöffentlichkeit vorgestellt.

Die Veranstaltung war unter anderem auch als spezieller Impuls für die gerade sehr aktuelle Diskussion über die zukünftige Gestaltung der europäischen Vergaberegeln gedacht.

Im Rahmen der gut besuchten Veranstaltung wurde die finale deutsche Version des SMART SPP Handbuches und der LCC CO2 Rechner präsentiert.

Deutsche Version des Handbuches bzw LCC CO2 Rechner


SMART SPP Tool - Handbuch

LCC CO2 Rechner 

01.03.11

Umfangreiche Untersuchung zu den Effekten der öffentlichen Beschaffung

Was ExpertInnen schon lange wußten, hat Laien im Vergaberecht doch überrascht. Jüngste Studien der EU Kommission zeigen, dass eine öfffentliche Vergabe m Durchschnitt 108 Tage dauert und rund 28.000 Euro kostet! Hinzu kommt, dass die Materie bereits sehr unübersichtlich und komplex geworden ist, sodass vergebende Stellen, BieterInnen und Anwälte sowie BeraterInnen tägliche mit Umsetzung der Richtlinien und Gesetze alle Hände zu tun haben.

Um mehr über die aktuelle Situation mit der regulierten öffentlichen Beschaffung in Erfahrung zu bringen, hat die EU Kommission im Vorfeld der von ihr geplanten Reform des öffentlichen Beschaffungswesens 2012 die Auswirkungen des bestehenden Vergaberechtregimes umfangreich untersucht:

So gab es eine Befragung zum Thema Konzessionen, weiters wurde eine Studie zu Alternativen bei der öffentlichen Auftragsvergabe erstellt, dann wurden die Möglichkeiten zur Weiterentwicklung des grenzüberschreitenden Beschaffungswesens untersucht und ein Management-Plan 2010 zu Zielen und Politik des öffentlichen Auftragswesens beauftragt sowie ein Konsultationsverfahren zur Benachteiligung bei der Vergabe öffentlicher Aufträge durchgeführt.

Um Umgehungsversuche des Vergaberechts der Mitgliedsstaaten besser kennen zu lernen, wurde schließlich ein Rahmenvertrag über rechtliche und wirtschaftliche Forschungsarbeiten und technische Unterstützung der Kommission im Bereich öffentliches Beschaffungswesen vergeben und auch eine Konsultation zum Thema eVergabe durchgeführt.

In diesem "Dickicht" der Erkenntnis wird es schwer sein, die neuen Linien der EU Kommission fest zulegen.



08.02.11

Die Zukunft der innovationsfördernden öffentliche Beschaffung in Österreich - neue Studie des BMWFJ

Eine weitere Studie zum Thema innovationsfördernde öffentliche Beschaffung (IÖB) wurde kürzlich vom österreichischen Wirtschaftsministerium veröffentlicht. Hier werden einerseits die politischen Grundlagen für IÖB dargestellt, andererseits eine quantitative Abschätzung des relevanten Auftragsvolumens für Österreich zu geben versucht. Schließlich werden nächste Schritte für ein Leitkonzept IÖB skizziert.

Besonderes Augenmerk verdient der internationale Vergleich. Dieser gibt einen sehr guten Überblick der Ansätze in den wichtigsten OECD Staaten. Die Abschätzung des für die IÖB relevanten Beschaffungsvolumens bleibt mangels konkreter Daten der Ist Situation in Österreich eine interessante Schätzung aber eben nicht mehr. Die abschließenden Empfehlungen sprechen zwar ganz allgemein von einer Reform des Vergaberechts im Sinne der IÖB, bleiben aber sonst recht unbestimmt. Hier wäre ein Ausblick auf den bereits laufende Diskurs im Rahmen des EU Grünbuchs zur öffentlichen Beschaffung dringend geboten gewesen. Diese stellt ja das leider oft all zu enge "Korsett" der BeschafferInnen dar.

Smart SPP Kurzbewertung:

Lesbarkeit: mittel
Fachliches Vorwissen: hoch
Praxisnähe: mittel

Zum Download der im Dezember 2010 erschienenen Studie geht es hier (9 MB).