28.10.09

Smart SPP Ziele konform mit Europäischem Rat

In ihrer Schlussfolgerung vom 21. Oktober 2009 fordern die europäischen UmweltministerInnen, dass die Lissabon-Strategie nach 2010 auf ökoeffizientes Wirtschaften ausgerichtet wird. Neben anderen Maßnahmen werden die Mitgliedstaaten explizit aufgerufen, "ökoinnovative" öffentliche Beschaffung zu forcieren, um den zukünftigen Markt für ökologische Produkte, Dienstleistungen und Technologien anzukurbeln.

Aber auch die Europäische Kommission soll aktiv werden. Um die Entwicklung und Markteinführung von "Ökoinnovationen" zu beschleunigen, soll auch sie innovative öffentliche Beschaffung unterstützen. Das soll beispielsweise durch das Zusammenführen von potentiellen Einkäufern mit Innovatoren und Produzenten auf europäischer Ebene erfolgen.

Das Projekt SMART-SPP ist damit eines der ersten Instrumente, um diese Politik Realität werden zu lassen.

22.10.09

Wien Win - Eine Initiative des ZIT

Das Zentrum für Innovation und Technologie der Stadt Wien hat zur Förderung der Beschaffung von innovativen Produkten eine Vorzeigeprojekt lanciert. Ziel der Initiative WienWin ist der Aufbau eines systematischen Informationsaustausch zwischen der Stadt Wien und innovativen Wiener Unternehmen.

Das wird einerseits durch die Internet-Seite www.wienwin.at als auch durch die Organisation von Veranstaltungen erreicht. Interessierte innovative Unternehmen können auf dieser Webseite ihre Produkte und Dienstleistung leichter den EntscheidungsträgerInnen im Magistrat als auch den städtischen Unternehmen präsentieren, diese wiederum erlangen rascher eine bessere Marktübersicht.

Weiters fürh Wienwin auch Messen in spezifischen Produktbereichen durch. Hier können sich BeschafferInnen gezielt über innovative Angebote von Wiener Unternehmen informieren.

Der Einstieg erfolgt über www.wienwin.at

19.10.09

Praxisorientierter Leitfaden für ein innovationsförderndes öffentliches Beschaffungs- und Vergabewesen

In der EU-Innovationspolitik wird der Nachfrageseite verstärktes Augenmerk beigemessen. Speziell soll die öffentliche Hand als "intelligenter Kunde" bei der Vergabe von Aufträgen verstärkt als Motor für Innovationen fungieren. Insgesamt soll der Innovationsaspekt in der öffentlichen Beschaffung konsequent berücksichtigt werden.

Gelingt es, auch nur einen kleinen Teil davon stärker in Innovationen zu lenken kann ein beachtliches Volumen umgesetzt werden. Um die öffentliche Beschaffung tatsächlich besser für Innovationen zu nutzen, wurde im österreichischen Lissabon-Reformprogramm die Erstellung eines praxisorientierten Leitfadens für ein innovationsförderndes Beschaffungswesen vorgesehen.



Er gibt den Beschaffungsverantwortlichen eine konkrete Handhabe, wie die Bestimmungen und die Instrumente des Vergaberechts für Innovation eingesetzt. "Good Practice"-Beispiele zeigen, welche Anwendungen sich bereits bewährt haben und wie die Beschaffungsprozesse gelaufen sind. Zielgruppe des Leitfadens sind vor allem öffentliche Beschaffungsstellen auf Bundes-, Landes- und Gemeinde- sowie Städte-Ebene.

Herausgeber: BMWA Abt Innovations- und Technologietransfer AutorInnen: Mag. Peter Grundner, Carola Hagedorn, DI Robert Hörmann, Dr.DI Nikolaus Thaller
Wien 2007, 66 Seiten, färbig

13.10.09

Verpflichtung zum Kauf von energieeffizienteren Fahrzeugen

Mit der Richtlinie 2009/33/EG über die Förderung sauberer und energieeffizienter Straßenfahrzeuge vom 23. April 2009 verpflichtet die EU öffentliche Auftraggeber zukünftig die Energie- und Umweltauswirkungen, einschließlich des Energieverbrauchs, der C02-Emissionen und bestimmte Schadstoffemissionen während der gesamten Lebensdauer zu berücksichtigen.

Dies kann entweder durch die Festlegung von technischen Spezifikationen oder in Form von energie- und umweltbezogenen Zuschlagskriterien erfolgen.

In der Novelle 2009 des österreichischen Bundesvergabegesetzes findet diese Richtlinie bereits Entsprechung.

02.10.09

SMART SPP Partnertreffen in Barcelona

Mit dem SMART-SPP Partnertreffen in Barcelona von 28. - 30.10.2009 kam das von Intelligent Energie Europe finanzierte Projekt den ambitionierten Zielen einen wichtigen Schritt näher.
So erprobten die anwesenden Beschaffungsverantwortlichen und Intermediäre in Arbeitsgruppen den 6-Punkte Ablauf für die Beschaffung von innovativen energieeffizienten Produkten.
In einer anderen Gruppe war der Einsatz von Kleinwindrädern auf Gebäuden das Thema. Dabei zeigte sich, dass einerseits im Vorfeld einer konkreten Beschaffung die Rahmenbedingungen genau abzuklären sind, als auch andererseits die Frage der Akzeptanz neuer Technologien zu berücksichtigen ist.
Die Kernzielsetzung des SMART-SPP Projektes, nämlich der vergaberechtskonforme und innovationsorientierte Austausch mit Anbietern im Vorfeld einer konkreten Beschaffung, kann hierbei zur Lösung dieser Fragestellungen einen wesentlichen Beitrag leisten.
Besonders deutlich wurde dies bei den von der Stadt Bareclona initiierten zwei Beschaffungsvorhaben im Bereich E-Mobility und LED-Straßenbeleuchtung. Im Rahmen der LED-Straßenbeleuchtung werden etwa unterschiedliche EDV-Applikationen, wie z.B. gleichzeitige Luftgütemessungen, nutzungsabhängige Leuchtintensitäten, Wartungs- und Nutzungssteuerungen etc. auf ihre Sinnhaftigkeit überprüft.
Ein in der Kombination einzigartiges Tool in der die Lebenszykluskosten und der CO2-Austausch ermittelt werden kann, liegt nun auch in der Testversion vor und wird die Nutzung dieser Kriterien bei Vergabeverfahren wesentlich transparenter und - nicht unwichtig - einfacher machen. Wir werdennoch näher darüber berichten.
Schlussendlich wurde das Barcelona-Treffen noch durch einen Beitrag aus Vorarlberg bereichert. Die Fa. Reffcon aus der Vorarlberger VLOTTE Initiative hat eigens ein Think-Elektroauto auf den weiten Weg aus Dornbirn nach Spanien geschickt und damit einiges an "Staub" aufgewirbelt.

01.10.09

Kontakt

Smart SPP Austria (von 1.10.2009-30.6.2011)

Kontakt: Peter Jakubitz